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Geschichte von Gais



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Die erste urkundliche Erwähnung von Gais findet sich bereits sehr früh als im Jahre 985 der Ort als „loco Gaizes“ bezeichnet wurde. 993 wurde auch Uttenheim schriftlich erstmals genannt.

Ursprünglich war Gais nicht Sitz einer Urpfarre. Aufgrund der Intervention Kaiser Heinrichs II., der größere Besitzungen im Pustertal hatte, verlegte der Bischof von Brixen im Jahre 1014 die Pfarrei von St. Georgen nach Gais. Bei dieser Zeremonie soll der Kaiser selbst mit seiner Frau anwesend gewesen sein. Die Pfarre und das Land kamen durch Schenkung an das vom Kaiser gegründete Bistum Bamberg. Das Bistum gab das Gebiet den Herrn von Taufers als Lehen.

Wie in dieser Zeit üblich, bildete die Urpfarre nicht nur ein geistliches Zentrum, sondern auch ein weltliches: Eine Dingstatt wurde wahrscheinlich eingerichtet. Diese unterstand dem Landrichter im Pustertal.

Durch die Teilung dieser Herrschaft unter den Edlen von Taufers im Jahre 1306 entstanden die Gerichte Uttenheim (Neuhaus) und Taufers, wodurch das Gericht Gais aufgelöst wurde.

Ulrich von Taufers, einer der Brüder, erhielt die Burg Uttenheim(Neuhaus) und eine Hälfte von Gais. Da Ulrich keine Erben hatte und mit einer Tochter des Hauses Görz verheiratet war, kam dieser Teil des Tauferschen Lehens an die Grafen von Görz.

Später verlor das Gericht Taufers an Bedeutung und Neuhaus wurde zum dominierenden Gerichtssprengel in der Region.

Bei der Übernahme des Görzer Erbes durch die Habsburger kam das Gericht Neuhaus als Pfand bis ins Jahr 1629 an das Bistum Brixen. Das Pfand wurde später an diverse Adelige vergeben, bis das Gericht im Jahre 1829 an den Staat kam und mit dem Bezirksgericht Taufers vereinigt wurde. 1752 haben die Grafen von Künigl ein Pflegerhaus in Gais errichtet. In dieses verlegte der Pfleger von Neuhaus/Uttenheim seinen Sitz, nachdem die Burg Uttenheim dem Verfall preisgegeben wurde.

Unter der bayrischen Herrschaft 1811 wurde die Gemeinde Gais in ihrer heutigen Form zusammengestellt. Drei Jahre später wurden Uttenheim und Gais wieder unabhängig. 1928 wurde infolge der damals üblichen Gemeindenzusammenlegung Uttenheim und Gais zur Gemeinde Gais vereinigt.



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